Klimaschutzkonzept
Zusammenfassung Klimaschutzkonzept Darmstadt 2002 (KSK)

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Klimschutzkonzept Darmstadt
Mit Beschluss Nr. 0152 vom 07.03.2001 hat der Magistrat der Stadt Darmstadt die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes Darmstadt (KSK) beschlossen und mit der Umsetzung das Institut Wohnen und Umwelt GmbH Darmstadt und das Ökoinstitut e.V Darmstadt beauftragt.
Die Kosten wurden zu je 1/3 getragen von der Entega, der damaligen Südhessischen Gas und Wasser Ag und der Stadt selbst.
Das KSK lag dem Magistrat am 12.02.2003 zur Beschlussfassung (Beschluss-Nr 0086) vor und wurde erfolgreich in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht.
Die Stadt Darmstadt verursachte im Jahr 2000 rund 1,54 Millionen Tonnen (Mio. t) an Treibhausgasen, davon allein 1,46 Mio. t an CO2. Dies entspricht einem Wert von 11,4 t CO2-Äquivalente pro Kopf der Bevölkerung, im Vergleich zu 11,8 t/Kopf bundesweit bzw. 0,2% der bundesdeutschen Gesamtemission an Treibhausgasen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist Mitglied im Klimabündnis europäischer Städte. Hieraus ergibt sich die Verpflichtung, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Das Klimabündnis legt hierzu fest (§ 2 der Klimabündnis-Satzung):
- Reduzierung der CO2-Emissionen um 50 % bis 2010 gegenüber 1990 sowie
- weitgehende Reduzierung aller treibhausrelevanten Gase im kommunalen Bereich.
Da die Pro-Kopf-Emissionen in Darmstadt leicht unter dem Niveau der Bundesrepublik liegen, ist das Ziel des Klimabündnisses für Darmstadt recht ehrgeizig - für die BRD besteht eine Reduktionsverpflichtung um 25% bis 2005 bzw. 21% im Zeitraum 2008-2012 (EU-Umsetzung des Kioto-Protokolls).
Realistisch erscheint für Darmstadt ein Reduktionsziel der Treibhausgasemissionen (nicht nur CO2) gegenüber 1990 von 35 % bis 2010.
Das Klimaschutzkonzept 2002
Lesen Sie hier das Klimaschutzkonzept 2002 mit Maßnahmenplan, Handlungsschwerpunkten und Umsetzungsideen.
- Klimaschutzkonzept 2002 (Download PDF)
- Anhang 1 zum Vorgehen bei der Klimabilanzierung
- Anhang 2 Detaillierte Ergebnisse der Klimabilanz
- Anhang 3 zum Thema "Grüner Strom"
- Anhang 4 Aktionsangebote im Rahmen einer Motivationskampagne für energiebewusstes Verhalten
- Anhang 5 Umweltanalyse von Wärmeversorgungsoptionen für das Projekt "Wohnsinn" in Darmstadt
Das vorliegende Klimaschutzkonzept für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist als orientierendes Grobkonzept zu verstehen, das Handlungsspielräume aufzeigt und Umsetzungsoptionen identifiziert.
Der Bereich Verkehr wurde aufgrund seiner Emissionsrelevanz zur Orientierung mit aufgenommen, jedoch aufgrund der Zeit- und Mittelrestriktionen nur kursorisch hinsichtlich Umsetzungsoptionen behandelt.
Das Grobkonzept fokussiert die wirtschaftlich sinnvollen lokalen Handlungsmöglichkeiten zum Klimaschutz - dabei werden Überlegungen zur volkswirtschaftlichen Effizienz der vorgeschlagenen Maßnahmen zwar berücksichtigt, nicht jedoch gegen potenzielle Maßnahmen an anderer Stelle abgewogen
Das Klimaschutzkonzept beginnt mit der Analyse der heutigen Emissionssituation: die Klimabilanz in Kapitel 2 zeigt für das Jahr 2000 auf, für wie viel Treibhausgase "die Darmstädter" verantwortlich sind und wo deren Freisetzung herrührt.
Ergänzend wird im Kapitel 6 auch ein Ausblick auf die künftigen Emissionen von Treibhausgasen im Jahr 2010 gegeben und die durch lokales Handeln möglichen Einsparungen dargestellt.
Der Schwerpunkt des Klimaschutzkonzepts liegt bei der Untersuchung und Darstellung der Minderungsoptionen für Treibhausgase in allen Verbrauchsbereichen (Kapitel 3).
Haushalte, Gewerbe und öffentliche Hand, Industrie und Verkehr sowie die Ver- und Entsorgung werden einzeln diskutiert und jeweils die möglichen Einsparungspotenziale identifiziert. Schwerpunkte dabei sind Energieeinsparung und die Nutzung erneuerbarer Energien.
Aufgrund der großen Bedeutung der Raumwärmebereitstellung für den Klimaschutz widmet sich das Kapitel 4 exklusiv dem Gebäudebereich in Darmstadt. Hier werden die Möglichkeiten zur Treibhausgasreduktion im Bestand und bei Neubauten detailliert dargestellt.´
Während sich die Kapitel 3 und 4 mit den Potenzialen zum Klimaschutz in Darmstadt befassen, beleuchtet Kapitel 5 die lokalen Möglichkeiten zu ihrer Umsetzung - es werden für jeden Verbrauchsbereich Maßnahmenpakete entwickelt, die unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit in den nächsten Jahren aktiv realisiert werden müssen, um das Klimaschutzziel zu erreichen.
Abschließend werden diese Maßnahmen im Klimafahrplan für Darmstadt (Kapitel 6) in ihrer zeitlichen Abfolge dargestellt - damit wird für BürgerInnen, Wirtschaft und Politik aufgezeigt, wer wann welche Aktivitäten zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes einleiten muss.
Das Vorgehen zur Konzepterstellung in Kürze gibt es hier.
StatusQuo-Bericht 2005
Im KSK 2002 wurden in einem Klimafahrplan, einem Ausblick für Darmstadt 2010,
- 6 Maßnahmen in der unmittelbaren Kompetenz der Stadt Darmstadt
- 6 Maßnahmen in Kooperation mit kommunalen Akteuren und
- 4 weitere Maßnahmen in Kooperation mit dem "Klimabündnis Region Starkenburg",
mithin also 16 Maßnahmen definiert.
Bei genauer Betrachtung des KSK und seiner vielfältigen Module und Ideen sind es jedoch 48 Module/Maßnahmen, welche das KSK, ergänzt um Ideen aus dem Agenda21-Prozess, als Ziel führend für Darmstadt definiert hat.
In einer Magistratsvorlage von 02/2006 werden sämtliche 48 Module und deren Umsetzungsstand vorgestellt:

